Zurück in der Zeit - Woher kommt Kaffee eigentlich?


Wie trat der Kaffee seine Reise um die Welt an und wer entdeckte ihn?


Um das aromatische Heissgetränk ranken sich einige Mythen und Legenden.
Heute ist der Kaffee - in all seinen Variationen - aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.


Ursprünglich kommt der Begriff "Kaffee" aus dem Arabischen. Übersetzt heißen die Worte Kahwe oder Qahwa "ein belebendes Getränk", kann aber auch als Wein bezeichnet werden.

Als Ursprungsgebiet wird die Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens vermutet, denn dort wird das Getränk bereits im 9. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Von dort aus trat der Kaffee über Arabien und das Osmanische Reich seinen Siegeszug nach Europa an. Die ersten Kaffeeplantagen in Südamerika, auf den karibischen Inseln und in Indien entstanden aber erst mit der Kolonialzeit.

Wenn Du wissen möchtest, was eine Ziegenherde mit der Kaffeegeschichte zu tun hat, dann lies gerne weiter...

Die Tradition der Kaffeehäuser hat ihren Ursprung in den arabischen Ländern. Das erste Kaffeehaus auf europäischem Boden entstand 1554 in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.

Es folgten Kaffeehäuser in Venedig, Oxford, London, Marseille, Paris, Amsterdam, Bremen und Hamburg. 1683 eröffnete das erste Wiener Kaffeehaus. Schon früh waren die Kaffeehäuser Treffpunkte für Gelehrte, Philosophen, Schriftsteller und Künstler.

Zwar gibt es auch heute noch viele der alten Kaffeehäuser, der Trend im 21. Jahrhundert geht aber hin zu stylischen Cafés und großen Kaffeeketten. Es zeichnet sich aber ab, dass Nachhaltigkeit und Transparenz bei den Kunden in den letzten Jahren immer wichtiger wird. Deshalb werden kleine, lokale Röstereien und Anbieter immer gefragter. Diese wissen, woher ihr Kaffee kommt, kennen die einzelnen Arbeitsschritte vom Rohkaffee bis zur zum Getränk in der Tasse und können ihren Kunden exklusive Kaffeeröstungen und Beratung bieten.


Die Geschichte des Kaffees

Du zählst dich zu den Kaffeeliebhabern und möchtest mehr zum Ursprung des Kaffees erfahren?
Dann findest Du hier Antworten auf viele Fragen bezüglich der Herkunft des heiß geliebten Kultgetränkes.

Der Begriff „Kaffee“ leitet sich vom arabischen „Kahwe“ oder „Qahwa“ ab, was so viel wie Lebenskraft oder Stärke bedeutet.

Der Ursprung des Kaffeeanbaus ist historisch nicht dokumentiert. Vieles stützt sich auf Legenden und Mythen. Fest steht jedoch, dass die Pflanzengattung Coffea im tropischen Afrika entstanden und erst mit menschlicher Hilfe auf andere Kontinente gelangt ist.

Als Ursprungsgebiet der Art Coffea Arabica gilt das äthiopische Hochland. Robusta findet man wildwachsend vorrangig in Uganda in der Nähe des Victoria-Sees fast unmittelbar am Äquator und nicht so stark in ausgeprägter Höhenlandschaft mit feuchtwarmen Einflüssen.

Die Entdeckung der Kaffeepflanze

Um die Entdeckung des Kaffees ranken sich unterschiedliche Legenden. Es ist gut vorstellbar, dass Heilkundige aus Afrika schon früh rohe oder gekochte Kaffeekirschen einsetzten, wie später schriftlich dokumentiert wurde. Genaueres weiß man aus der Frühzeit jedoch nicht. Die Entdeckung der Kaffeepflanze könnte tatsächlich daher rühren, dass man das Verhalten von Tieren studiert hat, die Kaffeekirschen gefressen haben.

Die Legende von den Hirten aus der Provinz Kaffa

Eine Legende besagt, dass Hirten aus der Provinz Kaffa im abessinischem Hochland in Äthiopien bei den Mönchen vor Ort beklagten, dass ihre Tiere keinerlei Müdigkeit zeigten und keine Ruhe finden würden. An der Stelle, wo die Tiere grasten, fanden die Mönche eine dunkelgrüne Pflanze, die grüne, gelbe und rote kirschenartige Früchte trug, von denen die Tiere geknabbert hatten. Aus diesen bereiteten die Mönche einen Aufguss zu und konnten ohne das geringste Schlafbedürfnis nachts wachen und angeregte Unterhaltungen führen.

Die Legende orientalischer Märchenerzähler

Eine andere Geschichte handelt vom großen Propheten Mohammed. Orientalische Märchenerzähler berichten, dass dem todkranken Propheten der Erzengel Gabriel erschien mit einer Schale dampfender, dunkler Flüssigkeit. Nach dem Genuss des Getränks wurde Mohammed unvermittelt wieder gesund, gewann seine Lebensgeister zurück und konnte mit dieser himmlischen Stärkung ein riesiges islamisches Reich zusammenführen, wie es die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte.

Die Legende vom jungen Derwisch Omar

Eine weitere Sage rankt sich um einen jungen Derwisch namens Omar. Verleumdet und unschuldig verurteilt, wurde er mit seinen Gefährten in eine abgelegene Steinwüste verbannt. Halb verhungert und am Ende seiner Kräfte probierte er von den Früchten eines ihm unbekannten Strauches. Wie durch ein Wunder genesen kehrte er in die Stadt zurück und brachte Kunde von der magischen Frucht. Alle wollten nun von dieser Frucht kosten, Omar wurde mit Ehren überhäuft und der Kalif schenkte ihm sogar einen Palast.

Der Mokka-Kaffee

Laut Berichten des Scheichs Gemaleddin, dem Mufti von Aden, aus dem Jahr 1454 hat es zu diesem Zeitpunkt bereits Frühformen der Kaffeeplantagen im Jemen gegeben. Wie aus Schriften hervorgeht, betrieben die Jemeniten bereits im 14./15. Jahrhundert großflächigen Kaffeeanbau.

Die Anfänge des Kaffeeanbaus liegen wahrscheinlich im 12./13. Jahrhundert. Rückkehrer der Kreuzzüge brachten Gewürze mit, wodurch zunächst ein schnell wachsender und florierender Gewürz-Handel entstand. Zu diesem Zweck beschritten die Jemeniter neue Handelswege. Geschäftstüchtige Händler wollten die neu geschaffenen Handelsrouten intensiver nutzen und waren auf der Suche nach neuen Produkten. Dabei stießen sie in Abessinien auf Arabica-Kaffee.

Da die Kirschen auf der Reise in den Jemen schnell verdarben, versuchten die jemenitischen Händler Kaffeepflanzen in ihrer Heimat anzubauen. So entstanden die ersten Kaffeeplantagen. Wichtigster Umschlagsplatz in dieser Zeit wurde das jemenitische Hafenstädtchen Mokka oder Mocha. Aus dem Ortsnamen leitete sich auch der Name des Getränkes ab.

Das Wort “Kaffee” leitet sich vom altarabischen “qahwah” ab. Ursprünglich war damit der Wein gemeint, der den gläubigen Moslems verboten ist. Die Türken nannten ihn “kahweh”. Wegen der anregenden bis leicht berauschenden Wirkung des Kaffees wurde dieser nun anstelle des vergorenen Traubensaftes zum “Wein des Islam”.

Kaffee in der arabischen Welt und seine Verbreitung

Seit dem 15. Jahrhundert trinken die Araber Kaffee. Das belegt ein Manuskript von Abd-al-Kefir aus dem Jahre 1587, welches heute in Paris im Museum ausgestellt ist. Das Manuskript basiert auf Aufzeichnungen eines Arabers namens Shihab-ad-Din. Diese Aufzeichnungen existieren nicht mehr, werden aber gut 100 Jahre älter geschätzt als das Manuskript von 1587.

Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts lässt sich der Siegeszug des Kaffees über die Grenzen Mokkas hinaus kaum mehr stoppen. Über die Städte Mekka und Medina gelangt das Getränk nach Kairo und mit der Expansion des Osmanischen Reiches ab dem 16. Jahrhundert eroberte Kaffee Kleinasien, Syrien, Ägypten und das südöstliche Europa. Es entstanden überall Kaffeehäuser.

Jahrelang hatte die arabische Welt, allen voran Jemen, das Monopol des Kaffeehandels. Um zu verhindern, dass Handelspartner selbst Kaffee anbauen können, wurden die rohen Bohnen mit heißem Wasser überbrüht. Dadurch wurden diese keimunfähig. Der Kaffeeanbau war lange Zeit ein regelrechtes “Staatsgeheimnis”. Dies änderte sich erst im 17. Jahrundert.

Fakten: Im 1591 veröffentlichten Werk „De medicina Aegyptiorum“ erwähnt und illustriert der italienische Arzt und Botaniker Prosper Alpinus erstmalig den Kaffeestrauch.

Das arabische Kaffeemonopol fiel mit den Anfängen der Kolonialisierung. Zunächst waren es wohl Inder, die keimfähige Bohnen illegal in ihre Heimat brachten und Kaffeepflanzen züchteten. Im Jahr 1616 gelang es den Niederländern, Pflanzen zu entwenden, diese zu züchten und in ihre Kolonien zu bringen. Ab 1658 wurde somit auf Sri Lanka Kaffee durch die holländischen Kolonialherren angebaut. Später begannen die Niederländer mit dem systematischen Anbau auch auf Java, Timor, Sumatra, Bali und Celebes (heute Sulawesi). Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der europäischen Länder und dem Ausbau von Handelswegen bemächtigten sich die Kolonialmächte nach und nach des Kaffees. Andere Staaten wie Frankreich und Großbritannien zogen nach und der Kaffeeanbau expandierte schlagartig.
Zeitgleich eröffneten zahlreiche Kaffeehäuser in Europa und Nordamerika.

Kaffee wurde zu einem wichtigen internationalen Handelsgut und erlangte als Importware eine große innenpolitische Bedeutung in Konsumländern. Im 18. Jahrhundert wurden dann nach und nach Kaffeepflanzen von den Kolonialmächten in alle Teile der Erde gebracht, die für den Anbau von Kaffee geeignet erschienen. Gleichzeitig stieg der Kaffeekonsum in Europa und Nordamerika an. Diese beiden Entwicklungen bedingten einander und ließen Kaffee zu einem Produkt von weltwirtschaftlichem Rang werden.

Fakten: 1753 hat der schwedische Naturforscher und Arzt Carl von Linné die Kaffeepflanze erstmals botanisch eingeordnet.

Kaffee ab dem 19.Jahrhundert

1898 wurde eine weitere Kaffee-Art entdeckt, die bis heute eine wichtige Rolle im Welthandel spielt: Robusta.

Im 19. Jahrhundert wurde der Kaffeehandel deutlich einfacher. Die voranschreitende Industrialisierung mit der Erfindung der Dampfschifffahrt revolutionierte das Transportwesen, durch verbesserte Kommunikation konnten Börsenpreise schneller durchgegeben werden und weitere technische Geräte erleichterten Röstung und Zubereitung des geliebten Getränks.

Im 20. Jahrhundert kamen erstmals industrielle Fertigprodukte auf den Markt. Ursprünglich als haltbare Konservennahrung für Soldaten im Krieg gedacht, erfuhr der einfach zuzubereitende und lange haltbare lösliche Kaffee seinen Siegeszug. Auch entkoffeinierter Kaffee wurde immer beliebter. Durch verschiedene Zubereitungsarten und eine Vielfalt an Sorten wurde Kaffee zu einem der wichtigsten Handelsgüter der Welt – und ist es bis heute.


Die Geschichte der Kaffeehäuser

Kultivierung der Kaffeehauskultur

Bereits die Araber gingen in der Frühzeit in Kaffeehäuser. Später, nach dem Siegeszug des Kaffees in die Welt, eröffneten auch in Europa die ersten Kaffeehäuser.

Das erste Kaffeehaus auf europäischem Boden entstand 1554 in Konstantinopel (heute Istanbul). 1647 folgte das berühmte "Café Florian" in Venedig. Daraufhin eröffneten Kaffeehäuser in Oxford, London, Marseille, Bremen, Hamburg, Wien und Paris. Weitere Städte folgten.

Das erste deutsche Kaffeehaus war das Kaffeehaus "Schütting" 1673 in Bremen.

Kaffeehäuser waren früher Treffpunkte für Gelehrte, Philosophen, Schriftsteller und Künstler. Werke von Jean-Paul Sartre, Ernest Hemingway, Thomas Mann oder Hugo von Hoffmannsthal entstanden in Kaffeehäusern. Jedes Kaffeehaus hatte seine eigene hochkarätige Besucherschaft und prägte häufig eine eigene Musik. In Wien z.B. entwickelte sich eine eigene Tanzmusik mit Streichern und in Paris entstanden mehrere tausend Chansons in den Cafés - viele mit zeitbedingtem politischem Inhalt.

Im 21. Jahrhundert lösten Cafébars und Coffeeshops die Kaffeehauskultur ab. Es gibt heute noch einige der damaligen großen berühmten Cafés (z.B. Greco in Rom, Procope in Paris, Luitpold in München) und auch andere Orte, die die traditionelle Kaffeehauskultur weiterleben lassen (z.B. Wien). Insgesamt jedoch geht der Trend zu stylischen Cafés und auch Coffeeshops, die vor allem die junge Zielgruppe ansprechen.

Kaffeesuppe

Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde der Kaffee ein Getränk für die gesamte Bevölkerung. Zunächst konnten es sich lediglich wohlhabende Bürger leisten. Später tranken auch ärmere Schichten Kaffee, allerdings aus anderen Gründen als ihre reichen Mitbürger. Kaffee wurde nämlich für das breite Volk eine Art Nahrungsersatz. Den ganzen Tag über köchelte eine Kaffeesuppe auf dem Herd, in der Brotbrocken eingeweicht wurden. Diese Suppe hielt die Menschen warm, ließ den Hunger verschwinden und hielt wach. Fabrikarbeiter tranken Kaffee, um ihre Konzentration und Ausdauer bei der Arbeit zu stärken.

Kaffeeschnüffler

Friedrich der Große erkannte den Wert des Kaffeegeschäftes und reglementierte dieses in Deutschland ab 1780 streng. Bis zu seinem Tod gab es einen Brennzwang, was bedeutet, dass nur staatliche Röstereien Kaffee rösten durften. In diesem Staatsmonopol wurden sogar sogenannte "Kaffeeschnüffler" eingesetzt, die durch den charakteristischen Geruch des Kaffees "schwarze Schafe", die privat Kaffee rösteten, entlarven sollten.

Kaffeeinnovationen

Um das Jahr 1850 ist Kaffee endgültig zum Volksgetränk geworden.

1901 erfand der Japaner Dr. Sartori Kato den löslichen Kaffee, der ab 1938 von der Firma Nestlé vermarktet und vertrieben wird, und so auch nach Deutschland gelangte.

1905 gelang es dem Bremer Ludwig Roselius dem Kaffee das Koffein zu entziehen. Als erster entkoffeinierter Kaffee kommt "Kaffee HAG" auf den Markt.

1908 erfand die Dresdner Hausfrau Melitta Bentz den Kaffeefilter, der bis heute in vielen Haushalten im Einsatz ist.

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Begleitet wurde die Entwicklung des Kaffees durch Phasen der Überproduktion, Weltwirtschaftskrise, Konsumrückgänge während der beiden Weltkriege und der Schaffung von weltweiten Abkommen.

In Deutschland wurde Kaffee nach dem Ende des II. Weltkrieges zu einem Symbol für Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Kaffeetrinken hieß, sich wieder etwas leisten zu können.

Lieblingsgetränk der Deutschen

Heute ist Kaffee nicht nur ein wichtiges Handelsgut für Deutschland, sondern auch das Lieblingsgetränk der Deutschen: Rund 162 Liter trinken die Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr - und somit mehr als Wasser oder Bier. Zudem ist Deutschland Weltmeister in der Entkoffeinierung.

Quelle Text: Deutscher Kaffeeverband

Die lange Kaffeereise nach Europa

Seinen Ursprung soll der Kaffeegenuss in Äthiopien haben. Europa erfuhr im 16. Jahrhundert vom Kaffee und die ersten Kaffeehäuser in Konstantinopel, Venedig, Hamburg und anderen großen europäischen Städten wurden im 17. Jahrhundert eröffnet. Dabei wurde der Kaffee traditionell auf verschiedene Arten zubereitet. Wir stellen Dir die Geschichte der Kaffeezubereitung etwas genauer vor.

Von Äthiopien nach Europa

Der Kaffee soll seinen Ursprung in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens haben. Schon im 9. Jahrhundert wurde hier Kaffee getrunken. Im 14. Jahrhundert gelangte der Kaffee dann nach Arabien und von da aus über das Osmanische Reich im 16. Jahrhundert auch nach Europa. Die Samen der Kaffeekirschen wurden geröstet, gemahlen und in Wasser gekocht, um den Kaffee herzustellen. Dabei ähnelte die frühe Kaffeezubereitung in Europa auch der traditionelle äthiopischen, bei der die Bohnen in einer Eisenpfanne geröstet und dann mit einem Mörser zerstampft werden. Die gemahlenen Bohnen werden dann mit Wasser und etwas Zucker in ein Jabana, einen bauchigen Tonkrug, gefüllt und aufgekocht. Diese Methode des Aufgusses wird in vielen Ländern zur Zubereitung des Kaffees genutzt, wie zum Beispiel in Italien mit der italienischen Mokkakanne.

Die Kaffeemühle

Damit der Kaffee auch in den, im 17. Jahrhundert in ganz Europa etablierten, Kaffeehäusern genossen werden konnte, mussten die Bohnen gemahlen werden. Da das Verkleinern per Mörser zu anstrengend und wenig effizient war, hielt im 16. Jahrhundert die Kaffeemühle in Europa Einzug. Die Bauart der Mühlen variiert je nach Mahlgrad, der erreicht werden soll. Vor der Elektrifizierung wurden die Bohnen noch per Hand gemahlen. Hierzu wurden Kegelmühlen verwendet. Diese hatten ein kegelstumpfförmiges Mahlwerk und waren durch ihre geringe Drehzahl wenig erhitzend und damit aromaschonender im Mahlen.

Unter Kaffeeliebhabern ist das Mahlen von Hand heute noch beliebt, da sich die Korngröße genau festlegen lässt und das Aroma besonders gut erhalten bleibt.

In den letzten Jahren sind aus diesem Grund auch die traditionellen handbetriebenen Kegelmühlen wieder populärer geworden, die nicht nur voll funktionsfähig sind, sondern auch dekorative Eigenschaften haben. Dazu passend brauchst Du dann noch ein nostalgisches Kaffeegedeck. In kleineren Online-Shops oder auch auf Flohmärkten findst Du teilweise eine große Auswahl an alten Porzellantassen und Sammelgedecken.

Kaffeemühlen werden in zwei Kategorien eingeteilt: die Filterkaffeemühlen und die Espressomühlen. Moderne Kaffeemühlen gibt es auch in der elektrischen Ausführung mit Scheiben-, Propeller- oder Kegelmahlwerk. Bei den Scheibenmühlen werden die Bohnen wie bei einem Mahlstein zwischen zwei Scheiben gepresst. Der Mahlgrad lässt sich durch den Abstand der Scheiben festlegen. In der Propellermühle befindet sich ein kleiner Propeller, der die Bohnen zerkleinert und gleichzeitig erhitzt.


Kaffeezubereitung heute

An den Grundprinzip der Kaffeezubereitung hat sich seit der Entstehung des Kaffees nicht viel geändert. Auch heutzutage müssen die Bohnen zermahlen werden. Die Zubereitungsart entscheidet dabei über den Feinheitsgrad. Zum Getränk wird die Kaffeebohne durch das Aufgießen mit heißem Wasser. In der Regel wird der Kaffee nach zwei verschiedenen Methoden zubereitet:

  • Mazeration: Mazeration bedeutet Auslaugen oder Ausweichen. Das Kaffeepulver wird in kochendes Wassers gegeben und muss mindestens fünf Minuten ziehen. So wird zum Beispiel der türkische Mokka zubereitet.
  • Perkolation: Perkolation bedeutet Durchseihen. Das Kaffeepulver wird von (fast) kochendem Wasser durchlaufen. Das Verfahren der Perkolation wird immer bei der Zubereitung von Kaffee in Kaffeevollautomaten angewendet.

Kaffeespezialitäten

In jedem Land gibt es verschiedene Kaffeespezialitäten. Überschneidungen in der Zubereitung sind jedoch die Regel, da die italienische Espressomaschine ab Anfang des 20. Jahrhunderts in die ganze Welt exportiert wurde und so den Espresso zur Grundlage verschiedener lokaler Kaffeespezialitäten machte. Eine Auswahl der landestypischen Spezialitäten:

  • Deutschland:  Milchkaffee (halb Milch, halb Kaffee), Mokka (süßer, schwarzer Kaffee), Pharisäer (schwarzer Kaffee mit Rum, Schlagsahne)
  • Österreich: Almkaffee (Kaffee mit Schlagobers, Obstschnaps und Eidotter), Fiaker (Mokka, viel Zucker und Rum), Konsul (Mokka mit Obers)
  • Frankreich: Café double (starker, schwarzer Kaffee), Canard (schwarzer Kaffee mit Marc de Chamapagne und Zucker)
  • Italien:  Ristretto (Espresso mit wenig Wasser), Latte macchiato (aufgeschäumte warme Milch mit Espresso)
  • Spanien: Café americano (Filterkaffee), Azúcar (Espresso aus, bei der Röstung leicht kandierten, Kaffeebohnen)
  • Japan: Kan kōhī (Dosenkaffee)
  • Nordamerika: Black Eye (zwei Espressi in einem schwarzen Filterkaffee)


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